Plattform-TestLokale KI-Charakter-App18+ Nur für Erwachsene

HammerAI Test 2026: das Modell läuft auf deinem Rechner

HammerAI im Test: lokale Modelle auf dem eigenen PC, Cloud-Tarife ab 9 $, Lorebooks, Gedächtnis nach sieben Tagen, echte Monatskosten und meine Note.

HammerAI icon
Kurzfazit: HammerAI auf einen Blick
Lokale KI-Charakter-App · Windows, macOS, Linux, Web, iOS, Android (angekündigt)
B
Meine Note
Gedächtnis
6/10
Gespräch
7/10
Preisehrlichkeit
8/10
Datenschutz
9/10

Fazit. HammerAI ist die einzige KI-Charakter-App in meiner Liste, bei der das Versprechen zur Privatsphäre wörtlich stimmt: In der Desktop-App rechnet das Sprachmodell auf deiner eigenen Maschine, und ich habe mitten in einer Szene das Netzwerkkabel gezogen, ohne dass die Figur es gemerkt hat. Dafür bezahlst du mit Hardware statt mit Geld, das Gedächtnis ist nur so groß wie dein Kontextfenster, und die Software hat die Kanten eines Ein-Mann-Projekts. Note B.

Ich bin Spielleiter, seit ich 20 bin, und in zehn Jahren am Tisch habe ich eine Angewohnheit entwickelt: Ich will wissen, wo die Notizen liegen. Genau deshalb steht HammerAI in diesem Test so weit oben. Es ist die einzige KI-Charakter-App, bei der die Antwort auf diese Frage nicht «auf einem Server in Virginia» lautet, sondern «in einem Ordner auf deiner Festplatte». Das erste, was die Desktop-App von mir wollte, war kein Konto, sondern Plattenplatz.

HammerAI ist eine App für Charakter-Chat, Rollenspiel und längere Geschichten, die ein Sprachmodell lokal auf deinem Rechner startet. Die Desktop-Version für Windows, macOS und Linux bringt Ollama und llama.cpp mit und lädt offene Rollenspiel-Modelle ohne Konfiguration herunter. Die Web-Version kann kleinere Modelle direkt im Browser rechnen oder die Cloud-Modelle des Anbieters nutzen, und die Handy-Apps laufen ausschließlich über die Cloud. Lokaler Chat ist unbegrenzt und gratis, bezahlte Tarife beginnen bei 9 $ im Monat.

Gespielt habe ich meine drei festen Szenen: die Taverne für lockeres Reden, das Verhör, in dem die Figur eine Position gegen mich halten muss, und den stillen Abend, in dem absichtlich nichts passiert. Erst eine Woche lokal auf einem Desktop mit dedizierter Grafikkarte und auf einem Laptop ohne, ohne mich jemals anzumelden. Danach eine Woche in der Cloud, erst gratis, dann einen Monat Starter mit eigener Karte. Am siebten Tag habe ich abgefragt, was die Figur noch weiß.

Alle Preise unten stehen in US-Dollar, so wie die Bezahlseite sie abrechnet; was in Euro abgebucht wird, hängt von Tageskurs und Mehrwertsteuer ab. Geprüft am 1. Oktober 2026 auf hammerai.com/pricing und im App Store. Für Android verweist die Mobilseite auf einen Play-Store-Eintrag, den ich nicht laden konnte, deshalb sind die Android-Preise hier als nicht bestätigt markiert.

Was ist HammerAI?

In einem Absatz

HammerAI ist eine KI-Charakter-App, die um eine einzige Idee gebaut ist: Das Sprachmodell soll auf deinem eigenen Computer rechnen, damit die Unterhaltung ihn nie verlässt. Die Desktop-App für Windows, macOS und Linux (als deb, rpm und Flatpak) liefert Ollama und llama.cpp mit und lädt offene Rollenspiel-Modelle ohne Einrichtungsaufwand; die Web-Version rechnet kleinere Modelle über WebGPU im Browser oder greift auf die gehosteten Cloud-Modelle zu; iOS und Android arbeiten nur in der Cloud. Lokaler Chat kostet nichts und hat kein Limit, Cloud-Chat hat ein Tageskontingent, und drei Bezahltarife ab 9 $ im Monat bringen größere Cloud-Modelle, längeren Kontext, Bilder und Sprachausgabe. Hinter der App steht ein unabhängiger Entwickler mit Hilfe von Auftragsarbeit, erste Veröffentlichung Ende 2023, im App Store als Sunspot LLC eingetragen.

So habe ich HammerAI getestet

Ich habe HammerAI nach meinem festen Protokoll gespielt und die Testzeit in zwei Hälften geschnitten, weil die App faktisch zwei Produkte ist. Woche eins war nur die Desktop-App mit lokalen Modellen, auf einem Windows-Rechner mit dedizierter Nvidia-Karte und zusätzlich auf einem Laptop ohne eigene Grafikkarte, komplett ohne Anmeldung, weil die FAQ ein Konto als optional bezeichnet und ich wissen wollte, was optional hier heißt. Woche zwei war die Web-Version mit dem Gratis-Kontingent und danach ein Monat Starter für 9 $ über den Gank-Checkout der Seite. In beiden Wochen liefen dieselben drei Szenen, am siebten Tag kam der Gedächtnistest, und die Rechtsseiten habe ich von vorne bis hinten gelesen.

  • Geprüfte Tarife: Free, Starter (9 $), Advanced (18 $) und Ultimate (35 $) auf hammerai.com/pricing; sechs Credit-Pakete von 1,99 $ bis 99,99 $; dazu die Wochen- und Monatskäufe im App Store
  • Gratis-Tarif: Unbegrenzter lokaler Chat in der Desktop-App; 600 Cloud-Nachrichten pro Tag auf zwei Cloud-Modellen mit 8.192 Tokens Kontext, ohne Werbung, ohne Credits
  • Drei Szenen: Taverne, Verhör und stiller Abend, je zweimal: einmal auf einem lokalen 12B-Modell, einmal auf dem Gratis-Cloud-Modell
  • Gedächtnistest: Derselbe Handlungsstrang über sieben Tage weitergespielt, lokal, dann im Gratis-Kontext mit 8.192 Tokens, dann in Starter mit 16.384 Tokens
  • Getestete Hardware: Desktop mit dedizierter Nvidia-Karte und Laptop mit integrierter Grafik, dazu die Browser-Variante über WebGPU in Chrome
  • Gelesene Dokumente: Datenschutzerklärung (Stand 29. März 2026), Nutzungsbedingungen (29. Mai 2026), Inhaltsrichtlinien, FAQ und die Doku zu Quantisierung, Lorebooks, Charakteren, Personas und Bildern
  • Nicht bestätigt: Die Android-Preise: die Mobilseite verweist auf einen Play-Store-Eintrag, der beim Abruf nicht geladen hat

Was HammerAI richtig macht

Der lokale Modus hält genau das, was auf der Startseite steht

Wenn in der Desktop-App ein lokales Modell ausgewählt ist, geht deine Nachricht an einen Ollama-Prozess auf derselben Maschine und kommt von dort zurück. Das ist die ganze Reise. Die Doku beschreibt das offen: Die App startet einen lokalen Server auf einem zufälligen Port, die Rückfrage beim ersten Start braucht nur Zugriff im eigenen Netzwerk, und der Verlauf wird beim Schließen gelöscht, wenn du ihn nicht speicherst. Die Datenschutzerklärung sagt denselben Satz in Juristendeutsch: Bei lokalen Modellen bleibt die Verarbeitung auf dem Gerät und geht an keinen Dritten. Geprüft habe ich den einen Teil, den man als Nutzer prüfen kann: Netzwerk getrennt, Szene weitergespielt, Figur hat es nicht bemerkt. Ein Konto brauchst du für all das nicht.

HammerAI ist genau dort gratis, wo es zählt

Unbegrenzter Chat mit jedem lokalen Modell kostet nichts, dauerhaft, ohne Werbung und ohne Tageszähler, und das gilt auch für die ungefilterten Rollenspiel-Modelle, die die Community tatsächlich lädt. Obendrauf liegt ein Cloud-Kontingent von 600 Nachrichten pro Tag auf zwei gehosteten Modellen, ebenfalls ohne Werbung. Das ist für diese Kategorie ungewöhnlich großzügig, und die Bezahltarife beginnen bei 9 $, während die Abo-Konkurrenz bei 13 bis 20 $ anfängt. Du bezahlst hier für Rechenleistung, die du nicht besitzt: größere Modelle, längerer Kontext, Bilder, Stimme. Wer zu Hause ein 7B- oder 12B-Modell flüssig rechnen kann, zahlt am Ende des Monats null.

Der Rollenspiel-Baukasten ist tiefer als bei finanzierten Apps

Jede Figur trägt ihren eigenen System-Prompt, ihr eigenes Modell und ihre eigenen Sampler-Werte: Temperatur, Wiederholungsstrafe, Top P, Top K, jeweils in der Doku erklärt. Im Chat gibt es Bearbeiten, Zurücknehmen und Neu-Generieren, Gruppenchats nehmen bis zu zehn Figuren, Lorebooks schieben Fakten per Stichwort in den Prompt, Personas beschreiben dich selbst, und Stories ist ein eigener Modus für lange Texte. Dazu kommt eine Proxy-Einstellung, mit der du jede Figur auf LM Studio, OpenRouter, Featherless oder eine andere kompatible Schnittstelle mit eigenem Schlüssel zeigen lässt. Charakterkarten im V1- und V2-Format lassen sich importieren, eine bestehende Sammlung zieht also mit um. Das ist der Funktionsumfang eines Bastler-Frontends im Installer einer normalen App.

Du siehst, mit welchem Modell du redest, und kannst es wechseln

Die meisten Apps dieser Kategorie verschweigen, welches Modell antwortet. HammerAI nennt es in einem Auswahlmenü und lässt es mitten im Chat tauschen. Die Desktop-Seite spricht von über zwanzig Modellen, die ohne Konfiguration laufen; das öffentliche HammerAI-Konto auf ollama.com zeigt, was die Leute wirklich ziehen, von einem 12B-Merge mit über 40.000 Downloads über MythoMax 13B und ein 8B Lexi Uncensored bis zu einem 70B für Leute mit sehr viel Grafikspeicher. Die Doku zur Quantisierung sagt offen, dass q4_K_M oder q5_K_M der sinnvolle Kompromiss ist. Den Unterschied zwischen einem 7B und einem 12B hörst du bei derselben Figur innerhalb weniger Nachrichten, und das selbst ausprobieren zu können, kostenlos, bietet sonst niemand.

Hat die Figur gehalten?

Einmal pro Woche eine E-Mail: welche KI-Charakter-App beim Gedächtnis abgerutscht ist, wo sich Preise geändert haben und welche Figur meine drei Szenen überlebt hat. Kein Hype, keine tägliche Post.

Höchstens eine E-Mail pro Woche. Abmelden mit einem Klick.

Wo HammerAI mich genervt hat

Für wen das nichts ist: Leute mit einem dünnen Laptop

Die Privatsphäre ist gratis, die Rechenleistung gehört dir, und wenn du sie nicht hast, ist der Abend frustrierend. Die Doku zur Quantisierung nennt die Zahlen ehrlich: ein 7B-Modell bei Q4 sind 4 bis 8 GB auf der Platte und etwa 6 bis 10 GB Grafikspeicher, ein 13B sind 10 bis 12 GB auf der Platte und etwa 12 bis 14 GB Grafikspeicher, ein 30B sprengt jede Consumer-Karte. Unterhalb dieser Werte teilt Ollama das Modell zwischen Grafikkarte und Prozessor auf, und dann tröpfeln die Antworten Wort für Wort herein. Genau das beschreiben auch die Kommentare auf der itch.io-Seite seit Jahren. Auf meinem Laptop mit integrierter Grafik war ein 7B bei Q4 brauchbar und alles darüber nicht.

Für wen das nichts ist: Leute, die eine Figur über Monate wollen

Das Gratis-Cloud-Kontingent rechnet mit 8.192 Tokens Kontext, was in langen Rollenspiel-Nachrichten ein paar Dutzend Beiträge sind, bevor die ältesten lautlos herausfallen. Starter verdoppelt auf 16.384, Advanced auf 32.768, Ultimate auf 65.536, und diese Leiter ist das eigentliche Produkt der Preisseite. Von einem Zusammenfassungssystem steht in der Doku nichts, und das Lorebook liest beim Stichwortabgleich ausdrücklich nur die letzten vier Nachrichten. Wer eine Beziehung über Monate aufbauen will, arbeitet hier als Archivar: Alles Wichtige gehört in eine Lorebook-Zeile oder in die Figurenkarte, sonst ist es weg. [Nomi AI](/reviews/nomi/) löst das im System.

Für wen das nichts ist: Leute, die die Cloud-Seite für ebenso privat halten

Sobald du von einem lokalen auf ein Cloud-Modell wechselst, benutzt du einen normalen Webdienst mit einer normalen Datenschutzerklärung. Der gute Satz steht drin: Über deine Unterhaltungen mit Figuren werden keine Informationen gesammelt. Danach folgt die Liste der Beteiligten, von selbst gehosteter Umami-Statistik über Sentry für Fehlerberichte bis zu Infrastruktur, Zahlungsabwicklung, einem KI-Anbieter und zwei Werbenetzwerken. Dazu der Satz, der zählt: Nachrichten, die an fremde KI-Anbieter gehen, können dort nach deren eigenen Regeln gespeichert werden. Das Datenschutz-Label im App Store listet Kontaktdaten, Inhalte, Kennungen, Nutzungs- und Diagnosedaten als mit dir verknüpft. Auf dem Handy gilt immer diese Fassung, nie die Offline-Fassung.

Für wen das nichts ist: Leute, die polierte Software erwarten

Der Installer kann auf dem Fortschrittsbalken stehen bleiben, die Hilfeseite rät dann, ihn von Hand zu schließen. Windows warnt wegen der privaten Code-Signatur, Virenscanner haben Updates schon angemeckert, und die Doku empfiehlt bei einem fehlgeschlagenen Auto-Update, die App fünf bis zehn Minuten offen zu lassen oder die Version direkt von GitHub zu holen. Das Einstellungsfeld im Chat ist überfüllt, pro Figur gibt es nur einen Strang ohne Verzweigungen, und lokale Figuren wandern nicht zwischen Geräten, solange du sie nicht hochlädst. Die Preisseite hat sich bei Credit- und Modellzahlen schon selbst widersprochen. Das ist eine Person plus Auftragsarbeit, und man merkt es.

HammerAI Preise: was du wirklich zahlst

TarifPreisNachrichtenGedächtnisBilder
Free0 $Unbegrenzter lokaler Chat; 600 Cloud-Nachrichten pro Tag auf 2 Modellen8.192 Tokens in der Cloud; lokal so viel, wie dein Arbeitsspeicher hergibtKeine (0 Credits), dafür auch keine Werbung
Starter9 $/Monat (iOS: 8,99 $/Monat oder 2,49 $/Woche)Unbegrenzt in der Cloud, 4 Cloud-Modelle16.384 Tokens Kontext1.500 Credits/Monat, also 150 Bilder oder 300 Sprachclips
Advanced18 $/Monat (iOS: 17,99 $/Monat oder 4,99 $/Woche)Unbegrenzt in der Cloud, 7 Cloud-Modelle32.768 Tokens Kontext3.500 Credits/Monat
Ultimate35 $/Monat (iOS: 34,99 $/Monat oder 9,99 $/Woche)Unbegrenzt in der Cloud, 14 Cloud-Modelle65.536 Tokens Kontext9.000 Credits/Monat
Credit-Pakete1,99 $ (200) bis 99,99 $ (20.000)Einmalkauf, verfallen nichtKeine Änderung10 Credits pro Bild, 5 pro Sprachclip

HammerAI im Vergleich zu den Alternativen

PlattformAm besten fürAbStatt HammerAI wählen, wenn…Hier starten
SpicyChat icon SpicyChatGrößte Charakter-BibliothekGratis / ab 5,95 $/Monatdu aus einer riesigen Bibliothek fertiger Figuren wählen willst und dir gleichgültig ist, wo das Modell rechnetGratis testen →
Nomi AI icon Nomi AIBestes Gedächtnis15,99 $/Monatdie Figur dich in drei Monaten noch kennen soll, ohne dass du ein Lorebook pflegstGratis testen →
Nastia AI icon Nastia AIEigene Figuren ohne FilterGratis / ab 6,69 $/Monat im Jahresabodu Erwachsenen-Rollenspiel in einer gehosteten App willst, in der du jede Figur selbst baustGratis testen →
Die besten KI-Charakter-Apps 2026 ansehen

Für wen sich HammerAI wirklich lohnt

HammerAI lohnt sich für Leute, die wissen wollen, wo ihre Unterhaltungen liegen, und die einen Rechner haben, der ein 7B- bis 13B-Modell trägt. Wenn das auf dich passt, installierst du die Desktop-App, meldest dich nie an und hast unbegrenztes, wirklich privates Rollenspiel für null Euro. Starter für 9 $ kommt erst dazu, wenn du die größeren Cloud-Modelle auch auf dem Handy willst oder ein monatliches Budget für Bilder und Stimme brauchst.

Mein Weg wäre: Woche eins lokal, ein 12B-Modell bei q4_K_M, keine Anmeldung, und ab der ersten Szene ein Lorebook mitschreiben. Wenn die App dich hält, kauf einen Monat Starter und vergleiche denselben Handlungsstrang im doppelten Kontext. Wenn dich die Antwortgeschwindigkeit nervt, ist das keine Frage der Einstellungen, sondern deiner Grafikkarte, und dann ist die Cloud-Seite die ehrlichere Wahl.

Nichts für dich ist HammerAI, wenn die App das Erinnern übernehmen soll oder wenn du überwiegend am Handy spielst. Die Mobil-Apps rechnen nur in der Cloud, der Gratis-Kontext liegt bei 8.192 Tokens, und alles darüber hinaus ist ein Lorebook, das du selbst pflegst. In diesen Fällen sagt die Tabelle oben, welche App stattdessen passt.

Lokal oder Cloud: was die Privatsphäre bei HammerAI wirklich abdeckt

Die FAQ beantwortet die Frage, ob der Chat privat sei, mit einem Satz, den ich sonst in dieser Kategorie nie lese: Das hängt davon ab, welche Modelle du benutzt. Danach zieht sie die Linie selbst. In der Desktop-App mit lokalen Modellen verlässt die Unterhaltung das Gerät nicht. Mit Cloud-Modellen geht sie an die Server des Anbieters, wird dort laut eigener Aussage aber nicht gespeichert und nicht zum Training benutzt. Das ist die klarste Trennung, die mir in zwei Jahren Tests begegnet ist, und sie gehört vor jede Kritik.

Was im lokalen Modus auf der Maschine bleibt

Alles: die Modelldatei, die Figur als JSON, der Chatverlauf und das Lorebook liegen in einem Ordner auf deiner Platte, und die Doku sagt, in welchem. Die Installationsanleitung erklärt, dass HammerAI einen lokalen Server auf einem zufälligen Port öffnet, um mit Ollama zu reden, und dass die Rückfrage der Firewall beim ersten Start nur internen Zugriff braucht. Die Desktop-Seite ergänzt, dass Nachrichten beim Schließen gelöscht werden, solange du den Verlauf nicht speicherst. Ich habe den einzigen Teil geprüft, den ein Nutzer prüfen kann: mitten im Verhör-Szenario die Verbindung getrennt und weitergespielt. Die Figur hat den Faden gehalten, als wäre nichts gewesen.

Zwei Einschränkungen gehören dazu. Erstens sucht die Desktop-App nach Updates und lädt sie automatisch, sie ist also keine verschlossene Kiste. Zweitens ist der Quellcode geschlossen und wird über ein GitHub-Repository verteilt, das nur Veröffentlichungen enthält. «Nichts verlässt das Gerät» ist damit ein dokumentiertes und beobachtbares Verhalten, kein geprüftes. Für mich reicht das, weil ich das Verhalten selbst nachstellen kann; wer eine Prüfung durch Dritte braucht, bekommt sie hier nicht.

Was die Cloud-Seite dazu sammelt

In der Cloud ist HammerAI ein normaler Webdienst, und die Datenschutzerklärung mit Stand 29. März 2026 liest sich wie eine. Der gute Satz zuerst: Über deine Unterhaltungen mit Figuren werden keine Informationen gesammelt. Danach steht, was sehr wohl erfasst wird, nämlich die Figuren, die du anlegst, Nutzungsstatistik über eine selbst gehostete Umami-Instanz, Zahlungsdaten über Gank, Rückmeldungen samt IP-Adresse und Fehlerberichte über Sentry. Zwei Werbenetzwerke werden ebenfalls benannt, obwohl die Preisseite in jedem Tarif Werbefreiheit verspricht, weshalb ich davon ausgehe, dass sie die Marketingseiten betreffen und nicht den Chat.

Die Zeile, die ich unterstreichen würde, betrifft die Modellanbieter: OpenRouter wird als Anbieter genannt, und Nachrichten an fremde KI-Anbieter können dort nach deren Regeln gespeichert werden. «Nicht gespeichert» ist also eine Aussage über die eigenen Server, nicht über die ganze Kette. Seit Version 1.0.0 vom März 2026 gibt es ein Login mit Cloud-Speicher für Figuren, womit die Handy-App überhaupt erst funktioniert. Der Tausch ist einfach: Melde dich an, und die Figuren folgen dir aufs Telefon; bleib abgemeldet, und sie bleiben in einem Ordner auf einem Gerät. Angeboten wird dir das Konto dabei auffällig zurückhaltend, und diese Zurückhaltung ist das Vertrauenswürdigste an der ganzen App.

Welche Hardware HammerAI braucht und welches Modell du nimmst

Die Startseite verspricht, dass alles ohne Konfiguration läuft. Das stimmt für die Einrichtung und sagt nichts über das Tempo. Eine Mindestausstattung nennen weder Startseite noch Desktop-Seite, und das halte ich für den größten Fehler der Kommunikation, weil genau diese Frage entscheidet, ob der Abend großartig oder unerträglich wird.

Was die Doku an Zahlen hergibt

Die ehrlichen Werte stehen in der Doku zur Quantisierung. Bei Q4 ist ein 3B-Modell eine Datei von 2 bis 6 GB und will etwa 6 bis 10 GB Speicher. Ein 7B sind 4 bis 8 GB auf der Platte und ungefähr 6 bis 10 GB Grafikspeicher. Ein 13B sind 10 bis 12 GB auf der Platte und etwa 12 bis 14 GB Grafikspeicher. Ein 30B landet bei 24 bis 30 GB Datei und 26 bis 36 GB Speicher, was jede Consumer-Karte ausschließt. Q8 verdoppelt diese Werte grob. Die Ollama-Doku ergänzt, dass ein zu großes Modell zwischen Grafikkarte und Prozessor aufgeteilt wird, was funktioniert und langsam ist, und dass eine SSD hilft, weil Auslagern auf eine Festplatte alles weiter bremst. Die Linux-Doku nennt das Symptom beim Namen: langsame oder stotternde Antworten heißen, dass das Modell mehr Speicher braucht, als da ist. Für AMD-Karten der 9000er-Reihe gilt zusätzlich eine Einschränkung auf Windows und bestimmte Ubuntu- und RHEL-Versionen. Auf Apple Silicon zählt der gemeinsame Speicher mit, weshalb ein MacBook mit 16 GB ein 12B rechnet, wo ein Windows-Laptop mit integrierter Grafik kriecht.

Wie ich das Modell gewählt habe

Nimm das größte Modell, das bei q4_K_M in deinen Grafikspeicher passt, und teste dann, ob die nächste Größe noch erträglich ist. Das ist der Rat der Doku, und er hat sich bei mir bestätigt. Das HammerAI-Konto auf ollama.com ist dabei die praktische Einkaufsliste: Vorn liegen ein 12B-Merge mit über 40.000 Downloads, MythoMax 13B, ein 7B für kurze Dialoge, ein 24B für Leute mit großer Karte, ein 8B Lexi Uncensored und ein 70B für die Besessenen; die Sammlung reicht von 7B bis 123B. Unabhängige Tests dieses Jahres nennen Mistral-Nemo 12B als Gratis-Cloud-Modell und ein bezahltes Modell darüber, mit dem erwartbaren Tausch von besserer Prosa gegen längere Wartezeit.

Im Verhör-Szenario war der Unterschied am deutlichsten. Auf dem 7B hat meine Zollbeamtin nach drei Zügen angefangen, meine eigenen Formulierungen zu spiegeln. Auf dem 12B hat sie dieselbe Karte genutzt, um mir eine Gegenfrage zu stellen, auf die ich nicht vorbereitet war. Wem keines der Modelle passt, kann über die Proxy-Einstellung eine eigene Schnittstelle eintragen, mit Adresse, Modellname, Kontextlänge und Schlüssel; damit wird HammerAI ein Frontend für das, was du schon bezahlst. Die Browser-Variante rechnet über WebGPU in Chrome, Edge oder Opera ebenfalls lokal, lädt das Modell aber in der Praxis jede Sitzung neu und ist langsamer als die Desktop-App. Behandle sie als Probefahrt, nicht als Produkt.

HammerAI im Rollenspiel: Charakterkarten, Lorebooks und Gruppenszenen

Das Figurensystem ist das bekannte Kartenmodell mit freundlicherem Gesicht: eine Karte mit Persönlichkeit, Szenario, erster Nachricht und Beispieldialogen, ein Lorebook für Fakten, eine Persona für dich selbst und eine öffentliche Bibliothek, in der die Community ihre Figuren ablegt. Die Bibliothek sortiert nach Beliebtheit, hat einen Featured-Filter und über fünfzig Schlagwörter. Eine Gesamtzahl der Figuren nennt keine offizielle Seite, der App-Store-Text spricht von Tausenden.

Was das Formular von dir will

Das Anlageformular fragt Name, optionalen Anzeigenamen, Persönlichkeit als Stichpunkte oder Prosa, Szenario, erste Nachricht, Beispieldialoge in einem festen Format, Avatar und Hintergrund, eine Einleitungszeile, Schlagwörter, eine Notiz des Erstellers, die das Modell nie sieht, und eine Einstufung als jugendfrei oder Mature. Dazu trägt jede Figur ihren eigenen System-Prompt und ihre eigenen Sampler-Werte, und genau da zieht die App an gehosteten Diensten vorbei: Eine Figur, die eine niedrige Temperatur braucht, um in ihrer Stimme zu bleiben, bekommt sie, ohne dass sich für alle anderen etwas ändert. Speicherst du lokal, bleibt die Figur privat. Lädst du hoch, läuft sie durch eine Prüfung, die laut Doku Stunden bis eine Woche dauert, mit Pflicht-Schlagwörtern und den Inhaltsrichtlinien: Alle Figuren müssen erwachsen sein, Avatare bleiben jugendfrei, fotorealistische reale Personen sind verboten. Welche Felder in welcher Reihenfolge wirklich etwas bringen, steht ausführlich in meinem Ratgeber zum eigenen KI-Charakter.

Wie ein Lorebook hier wirklich auslöst

Ein Lorebook-Eintrag besteht aus Stichwörtern und einem Wert. Taucht ein Stichwort in den letzten vier Nachrichten auf, also in zwei von dir und zwei von der Figur, wird der Wert einmal in den Prompt geschoben. Die Doku ist bei den Regeln präzise: Groß- und Kleinschreibung ist egal, Teiltreffer zählen, doppelte Treffer schieben nur einmal, und ein Lorebook-Wert löst keinen anderen Eintrag aus. Der Rat, Werte auf ein bis zwei Sätze zu kürzen und Stichwörter spitz zu halten, ist richtig: Ein vages Stichwort in einem langen Lorebook flutet dir den Kontext.

Wichtig ist, was ein Lorebook nicht ist, nämlich ein Gedächtnis. Es erinnert, was du hineingeschrieben hast, nicht was passiert ist. Für meine Kampagne habe ich es so aufgeteilt: Orte, Fraktionen und Namen ins Lorebook, der Stand der Handlung als drei Zeilen in die erste Nachricht, nachgezogen nach jeder Sitzung. Gruppenchats nehmen bis zu zehn Figuren, und sie sind so chaotisch, wie Gruppenchats immer sind; zwei Figuren mit gegenläufigen Zielen sind das Maximum, mit dem ich eine Szene noch lenken konnte. Wie ich eine Kampagne aufbaue, die eine Woche durchhält, habe ich im KI-Rollenspiel-Chat Schritt für Schritt aufgeschrieben.

Der Gedächtnistest nach sieben Tagen bei HammerAI

Am siebten Tag habe ich denselben Handlungsstrang in drei Varianten weitergespielt: lokal auf dem 12B, im Gratis-Cloud-Modell mit 8.192 Tokens und in Starter mit 16.384. Das Ergebnis ist unspektakulär und folgerichtig. Im Gratis-Kontext hatte die Szene ihre Ausgangslage verloren; die Figur kannte meinen Namen, aber nicht den Grund, aus dem wir überhaupt in diesem Hafen saßen. In Starter war die Ausgangslage noch da, dafür waren drei Nebenfiguren verschwunden. Lokal mit groß gesetztem Kontext hielt am meisten, und bezahlt habe ich das mit zähen Antworten.

Die Preisseite listet in jedem Tarif ein automatisches Gedächtnis, die Doku beschreibt aber kein Zusammenfassungssystem, und das Lorebook löst nur über die letzten vier Nachrichten aus. In der Praxis heißt das: Was nicht im Fenster steht und nicht als Stichwort getroffen wird, existiert nicht. Deswegen steht Gedächtnis hier bei 6, obwohl die Werkzeuge besser sind als bei den meisten gehosteten Apps. Lokal darfst du die Kontextgröße selbst setzen, was ein echter Vorteil ist, aber ein 12B bei 32.768 Tokens will Speicher, den die meisten Laptops nicht haben.

Mein stiller Abend hat das am klarsten gezeigt. In dieser Szene passiert absichtlich nichts: zwei Leute, ein Tisch, ein langer Abend ohne Handlung. Eine Figur, die nur das Kontextfenster hat, füllt diese Leerstelle mit Fragen über mich, weil ihr nichts anderes bleibt. Eine Figur mit einem gepflegten Lorebook füllt sie mit ihrer eigenen Vergangenheit, und plötzlich funktioniert die Szene. Der Unterschied lag bei HammerAI nicht am Modell, sondern an drei Zeilen, die ich am dritten Tag selbst geschrieben hatte. Das ist der ganze Mechanismus dieser App in einem Satz: Sie gibt dir die Werkzeuge und schreibt nichts für dich mit.

Der funktionierende Umgang damit ist derselbe wie überall: Führe einen kurzen Stand der Dinge außerhalb des Chats und zieh ihn nach. Wer das nicht will, ist bei einer App besser bedient, die das Erinnern selbst übernimmt; Nomi AI ist dafür in meinen Tests die stärkste Wahl und kostet entsprechend. Für den Vergleich der Gratis-Stufen über die ganze Kategorie hinweg habe ich eine eigene Liste zum KI-Chat kostenlos gebaut, in der HammerAI aus einem Grund weit oben steht: Das Gratis-Angebot ist hier kein Appetithappen, sondern das Produkt.

Was Hammer AI im Monat wirklich kostet

Die kurze Antwort: null, wenn dein Rechner das Modell trägt. Die lange Antwort hat drei Posten, und nur zwei stehen auf der Preisseite.

Erstens das Abo. Starter kostet 9 $ im Monat, Advanced 18 $, Ultimate 35 $, jeweils ohne Jahresrabatt, weil es keinen gibt. In der iOS-App liegen die Monatspreise einen Cent darunter, dafür gibt es dort Wochenkäufe, die auf den Monat gerechnet teurer sind: 2,49 $ pro Woche sind über ein Jahr deutlich mehr als 9 $ pro Monat. Zweitens die Credits. Jedes Bild zieht 10 Credits, jeder Sprachclip 5, und Starter liefert 1.500 Credits im Monat, also 150 Bilder oder 300 Clips. Abo-Credits verfallen monatlich, gekaufte Pakete nicht, und die Pakete reichen von 1,99 $ für 200 Credits bis 99,99 $ für 20.000.

Drittens die Hardware, und das ist der Posten, über den niemand schreibt. Wer schon eine Karte mit 12 GB im Rechner hat, zahlt faktisch nichts. Wer eine kaufen müsste, vergleicht einen Einmalbetrag im dreistelligen Bereich mit 9 $ im Monat und sollte ehrlich rechnen, wie viele Abende im Jahr er wirklich spielt. Mein eigener Fall nach zwei Wochen: Lokal auf dem Desktop reicht mir, und das Starter-Abo habe ich nach dem Testmonat gekündigt, weil ich auf dem Handy ohnehin nicht Rollenspiel schreibe.

Tarif Preis Kontext Credits
Free (lokal) 0 $ so groß, wie der Arbeitsspeicher erlaubt keine
Free (Cloud) 0 $ 8.192 Tokens, 600 Nachrichten/Tag keine
Starter 9 $/Monat 16.384 Tokens 1.500/Monat
Advanced 18 $/Monat 32.768 Tokens 3.500/Monat
Ultimate 35 $/Monat 65.536 Tokens 9.000/Monat

Zwei Dinge noch zum Geld. Bezahlt wird im Web über Gank, und die Preisseite sagt ausdrücklich, dass alle Käufe endgültig sind und Erstattungen nicht unterstützt werden; Abos aus dem App Store kündigst du in den Geräteeinstellungen. Und die Preisseite hat sich bei Credit- und Modellzahlen in diesem Jahr schon selbst widersprochen, weshalb unabhängige Prüfungen und die Seite gelegentlich auseinanderlaufen. Prüfe die Zahl, die im Checkout steht, nicht die auf der Werbeseite.

Support, Updates und die Ecken eines Ein-Mann-Projekts

Die Community ist ein Discord-Server mit rund 5.000 Mitgliedern, ein Subreddit und eine Kommentarseite auf itch.io, die faktisch als öffentlicher Fehlerbericht dient. Support ist derselbe Discord plus eine E-Mail-Adresse. Es gibt keinen Ticket-Kanal, keinen Live-Chat und zwei verschiedene Kontaktadressen in Doku und Erklärung, was dir ziemlich genau sagt, wie groß der Laden ist. Die Doku nennt einen Kanal für Figuren-Empfehlungen und einen öffentlichen Fahrplan-Kanal, in dem geplante Funktionen einsehbar sind, und schreibt offen, dass vieles danach priorisiert wird, was Leute nachfragen.

Die itch.io-Kommentare sind die ehrlichste Quelle über diese App. Drei Jahre lang gehen sie von «wann kommt eine Windows-Version» über Abstürze und Beschwerden über zu wenig Grafikspeicher bis zum Protest, als 2024 das Abo eingeführt wurde. Lesenswert ist das zusammen mit der Tatsache, dass lokaler Chat die ganze Zeit gratis geblieben ist. Der Entwickler antwortet in den meisten Strängen, schickt Leute auf Discord und erklärt die Finanzierung ohne Umschweife: Das eingenommene Geld bezahlt weitere Entwickler. Bis Mitte 2026 waren über 148 Veröffentlichungen zusammengekommen, was eine erstaunliche Taktzahl für ein Projekt dieser Größe ist.

Dazu kommt eine Eigenheit, die mich zwei Abende gekostet hat: Updates. Bleibt ein Auto-Update hängen, rät die Doku, die App fünf bis zehn Minuten offen zu lassen oder die aktuelle Version direkt aus dem Veröffentlichungs-Repository auf GitHub zu holen. Beides funktioniert, beides ist aber kein Vorgang, den man einem Gelegenheitsnutzer zumutet. Wer bei HammerAI einsteigt, sollte sich die GitHub-Seite als Lesezeichen anlegen und wissen, dass ein Virenscanner die Installation anmeckern kann, weil die Signatur aus einer privaten Quelle kommt.

Die Bewertungen bilden beides ab. Der Desktop-Eintrag auf itch.io steht bei 3,7 von 5 aus 25 Bewertungen, die iOS-App bei 3,2 aus 17. Das ist keine Begeisterung, und es ist auch kein Scherbenhaufen; es ist die Signatur eines Projekts, das schnell liefert und dabei Kanten lässt. Wenn du einen Anbieter mit Support-Abteilung brauchst, dann ist HammerAI die falsche Wahl, und meine Liste der besten KI-Charakter-Apps nennt die gehosteten Alternativen in der Reihenfolge, in der ich sie empfehlen würde. Wenn dir dagegen wichtiger ist, dass das Modell auf deinem eigenen Schreibtisch rechnet, dann gibt es derzeit keine zweite App, die das so geradeaus anbietet.

Was sich seit der letzten Prüfung geändert hat
2026-10-03Erste Veröffentlichung dieses HammerAI Tests. Preise geprüft am 1. Oktober 2026 auf hammerai.com/pricing und im App-Store-Eintrag (Anbieter Sunspot LLC). Datenschutzerklärung mit Stand 29. März 2026, Nutzungsbedingungen mit Stand 29. Mai 2026 und die Inhaltsrichtlinien vollständig gelesen. Der auf der Mobilseite verlinkte Play-Store-Eintrag hat nicht geladen, deshalb sind die Android-Preise als nicht bestätigt gekennzeichnet.

HammerAI: häufige Fragen

Ist HammerAI kostenlos?

Ja, und zwar großzügiger als die meisten. Chat mit lokalen Modellen in der Desktop-App ist unbegrenzt, kostet nichts, braucht kein Konto und zeigt keine Werbung. In der Web- und Handy-Version bekommst du 600 Cloud-Nachrichten pro Tag auf zwei gehosteten Modellen mit 8.192 Tokens Kontext. Die Bezahltarife heißen Starter (9 $), Advanced (18 $) und Ultimate (35 $) pro Monat und bringen mehr Cloud-Modelle, längeren Kontext und Credits für Bilder und Stimme.

Ist HammerAI wirklich privat?

Im lokalen Modus ja: Das Modell rechnet auf deiner Maschine, die App funktioniert ohne Netzwerk, eine Anmeldung ist nicht nötig, und die Datenschutzerklärung sagt, dass lokale Daten an keinen Dritten gehen. Im Cloud-Modus ist es ein gewöhnlicher Webdienst: Die Erklärung sammelt laut eigenem Text keine Gesprächsinhalte, listet aber Statistik-, Fehler-, Zahlungs-, Werbe- und KI-Anbieter und weist darauf hin, dass fremde Anbieter Nachrichten nach eigenen Regeln speichern können. Der Quellcode ist geschlossen.

Welche Hardware brauche ich für HammerAI?

Für ein angenehm schnelles 7B- oder 8B-Modell bei Q4 eine dedizierte Grafikkarte mit 8 GB Speicher oder mehr, für ein 13B etwa 12 bis 14 GB; so stehen die Zahlen in der Doku zur Quantisierung. Macs mit Apple Silicon laufen gut, weil der gemeinsame Speicher mitzählt. Ohne eigene Grafikkarte bleib bei kleinen Modellen in q4_K_M oder nutze die Cloud-Seite. Zähflüssige oder stotternde Antworten heißen fast immer, dass das Modell größer ist als dein Speicher.

Erlaubt HammerAI Erwachseneninhalte?

Ja. Die Nutzungsbedingungen setzen 18 Jahre voraus und sagen, dass der Dienst sexuelle Inhalte enthält; die offiziellen Seiten bewerben ungefilterten Chat offen. Öffentliche Figuren tragen eine Einstufung als Safe oder Mature, Avatare müssen auch dann jugendfrei bleiben, und die Inhaltsrichtlinien verbieten Minderjährige, reale Personen, sexualisierte Gewalt und weitere aufgezählte Kategorien. Lokale Modelle haben technisch keinen Filter; was ein Cloud-Modell ablehnt, hängt vom Modell ab.

Wie gut ist das Gedächtnis von HammerAI?

Innerhalb des Kontextfensters solide, darüber hinaus dünn. Gratis-Cloud-Chat rechnet mit 8.192 Tokens, die Bezahltarife mit 16.384, 32.768 und 65.536. Lokal legst du die Kontextgröße selbst fest, begrenzt durch deinen Arbeitsspeicher. Lorebooks schieben Fakten per Stichwort hinein, lesen dafür aber nur die letzten vier Nachrichten, was für Weltwissen gut und für «was letzte Woche passiert ist» schlecht funktioniert. Plane für jede längere Kampagne ein gepflegtes Lorebook ein.

Gibt es HammerAI als Handy-App?

Ja, für iOS, dort mit Altersfreigabe 18+, als Anbieter ist Sunspot LLC eingetragen, und es gibt Wochen- und Monatskäufe in der App. Die Mobilseite verlinkt zusätzlich einen Play-Store-Eintrag, der bei meinem Abruf nicht geladen hat. Wichtig: Auf dem Handy läuft nichts lokal, es rechnet immer die Cloud. Die Privatsphäre-Geschichte auf dem Handy ist also die Cloud-Erklärung und nicht die Offline-Variante.

Kann ich meine Charakterkarten in HammerAI importieren?

Ja. Die Desktop-App liest Charakterkarten im V1- und V2-Format, also das Format, das die großen Kartenseiten und die üblichen Frontends benutzen, und exportiert Figuren als JSON aus dem Datenordner der App. Lorebooks baust du im Chat-Panel oder übernimmst Vorlagen aus der Community. Wer eine Figur komplett neu schreibt, findet die Reihenfolge der Felder in meinem Ratgeber zum eigenen KI-Charakter.

Bekomme ich bei HammerAI mein Geld zurück?

In der Regel nicht. Die Preisseite stellt klar, dass alle Käufe endgültig sind und der Zahlungsdienstleister Gank keine Erstattungen unterstützt. Abos aus dem App Store kündigst du in den Geräteeinstellungen. Rechtlich gilt das Recht von Delaware mit Schiedsverfahren, und Support ist ein Discord-Server plus eine E-Mail-Adresse. Weil lokaler Chat gratis ist, gibt es hier allerdings wenig Grund, vor dem Testen zu bezahlen.

Das Fazit: Lohnt sich HammerAI?

HammerAI bekommt 7,8 von 10, also Note B. Datenschutz steht bei 9, und das ist in dieser Kategorie ein Sonderfall: Im lokalen Modus ist die Behauptung wörtlich wahr, die App läuft ohne Netzwerk weiter, ein Konto braucht sie nicht. Preis steht bei 8, weil unbegrenzter lokaler Chat nichts kostet und die Bezahlleiter mit 9 $ anfängt. Gespräch steht bei 7: Eine gut geschriebene Karte auf einem 12B-Modell hält ihre Stimme über eine lange Sitzung, aber die Prosa hängt am Modell und damit an deiner Hardware. Gedächtnis steht bei 6, weil außerhalb des Kontextfensters nur das existiert, was du selbst ins Lorebook geschrieben hast.

Installiere die Desktop-App und bleib lokal, denn diese Fassung von HammerAI ist mehr wert als ihr Preis. Zahle Starter nur, wenn du die größeren Cloud-Modelle unterwegs brauchst, und sei dir dann im Klaren darüber, dass du ab diesem Moment einer normalen Datenschutzerklärung vertraust und nicht deiner eigenen Festplatte. Wenn dein Laptop kein 7B-Modell trägt oder du eine Figur willst, die sich ohne deine Mithilfe an deinen Monat erinnert, ist die Alternativen-Tabelle die ehrliche Antwort.

Nicht sicher, ob das die richtige App ist?

Ich bezahle jedes Abo selbst, spiele überall dieselben drei Szenen und prüfe nach einer Woche das Gedächtnis. Vergleich das ganze Feld, bevor du dich festlegst.

Character.AI Alternativen 2026 ansehen
J
Jonas Keller

Ich habe zehn Jahre lang Pen-&-Paper-Runden geleitet und ein Rollenspiel-Forum moderiert, bevor ich 2023 angefangen habe, KI-Charakter-Apps mit denselben Maßstäben zu testen. Ich bezahle jedes Abo selbst, spiele dieselben drei Szenen durch und benote nach einem festen Schema. Über den Autor

Affiliate-Hinweis

Einige Links auf dieser Seite sind Partnerlinks. Schließt du darüber ein Abo ab, bekomme ich eine Provision; für dich ändert sich am Preis nichts. Das kann beeinflussen, welche Apps hier vorkommen und wo sie stehen. Wie wir Geld verdienen.

Quellen (14)
  1. HammerAI: Startseite
  2. HammerAI: Preise
  3. HammerAI: FAQ
  4. HammerAI: Datenschutzerklärung (29. März 2026)
  5. HammerAI: Nutzungsbedingungen (29. Mai 2026)
  6. HammerAI: Inhaltsrichtlinien
  7. HammerAI: Desktop-App
  8. HammerAI: Doku zur Quantisierung
  9. HammerAI: Doku zu Lorebooks
  10. HammerAI: Doku zum Erstellen von Figuren
  11. App Store: HammerAI (Anbieter Sunspot LLC)
  12. itch.io: HammerAI Desktop mit Nutzerkommentaren
  13. Modellbibliothek auf ollama.com
  14. GitHub: Veröffentlichungen von hammer-ai/hammerai

Neue Apps, neue Preise, neue Noten. Einmal pro Woche.

Kein Hype, keine tägliche Post. Abmelden mit einem Klick.